Plötzlicher Meinungswandel
Bevor Rainer Langhans in den Dschungel ging, wollte er Zalando noch verklagen. Jetzt wirbt er selbst in einem Spot für den Schuhversandhändler. Auch wenn er in Australien keine Maden oder sonstige „Leckereien“ essen musste, irgendetwas scheint dort passiert zu sein. Wie sonst ist dieser Meinungswandel zu erklären? Aber vielleicht braucht er einfach nur das Geld. Das würde auch seine Teilnahme am Dschungelcamp erklären…

Glaubwürdigkeit: Zeitungen versus Blogger
Für einen Aufschrei in der Blogger-Szene sorgte in dieser Woche eine Aktion des Bayrischen Kulturministeriums. Grundschüler sollen im Rahmen der Initiative „Schau genau hin! Nachrichtenwege erkennen und bewerten“ einen Medienführerschein machen. Das Ziel: Die Medienkompetenz fördern. So weit, so gut. Das Begleitmaterial wird allerdings vom Verband Bayrischer Zeitungsverleger herausgegeben und Blogger werden im Gegensatz zu Printmedien als unglaubwürdig dargestellt. So heißt es beispielsweise, das im Internet jeder ungeprüft Nachrichten verbreiten könne, während Journalisten alle Meldungen überprüfen. Verständlich, das bekannte und vor allem anerkannte Blogger wie Stefan Niggemeier und Gunnar Sohn empört sind.
Hierzu merken wir an:
1. Auch in Zeitungen stehen Meldungen, die falsch, unvollständig oder von der Meinung des jeweiligen Mediums geprägt sind.
2. Seriöse Blogger prüfen Meldung ebenso wie Journalisten dies tun sollten.
3. Warum lernen die Kinder nicht, sich nicht nur auf ein Medium zu verlassen, sondern mehrere Quellen zu lesen, um so einen guten Überblick zu bekommen?
4. Wieso lässt das Bayrische Kultusministerium zu, dass der Verband seine Lobbyarbeit bereits in der Grundschule beginnen kann?
Facebook Deals eröffnen neue Wege der Kundenbindung
Eine Mischung aus Groupon und Foursquare für das Handy hat Facebook jetzt unter anderem in Deutschland gestartet: Facebook Deals. Wer sich bei einem der bisher sieben Partner über sein iPhone oder Android-Handy einloggt, erhält Rabatte oder kostenlose Goodies wie beispielswiese Popcorn bei Cinemaxx. Damit bietet nun auch Facebook einen Location Based Service, den Unternehmen für die Kundengewinnung und -bindung nutzen können.
Um die Nutzer stets über sämtliche Angebote zu informieren, hat zudem der Geolocation-Dienst friendticker eine passende Facebook-App entwickelt. Sie bündelt sowohl die Facebook Deals als auch die Angebote der friendticker ITEMs.
Facebook und Twitter werden bevorzugt
Amerikanische Unternehmen, die in den vergangenen 3 bis 4 Jahren stark gewachsen sind, bevorzugen Facebook und Twitter, wenn sie Social Media für die Kommunikation nutzen. Das ergab eine Untersuchung des Centers für Marketing Research an der Universität Massachusetts Dartmouth. Auch Blogs werden als wichtig erachtet, während Online-Videos eher selten eingesetzt werden.
Dabei lässt sich mit gut gemachten Videos eine große Aufmerksamkeit erreichen, zumal sie neben Video-Portalen wie YouTube auch bei Facebook eingebunden werden können.
Zwar beschränkt sich diese Untersuchung auf die USA, aber auch in Deutschland nutzen Unternehmen vor allem Facebook und Twitter. Dazu passt die Meldung, dass die Zahl der Accounts bei Twitter innerhalb eines Jahres um 142 Prozent gewachsen ist. Zwar twittern hier viele Journalisten, Blogger und Privatpersonen, aber auch immer mehr Unternehmen entdecken diesen Kanal für ihre Kommunikation.
Social-Media-Nutzung birgt Risiken für Unternehmen
Ja, Sie haben richtig gelesen. Allerdings ist dies eine Einschätzung, die von Unternehmen kommt, die für eine Studie der Schweizer Hochschule St. Gallen befragt wurden. Diesen fehlt es häufig an Ressourcen, um kompetent und vor allem schnell auf Feedback in den Kanälen zu reagieren. Viele Unternehmen befürchten zudem, dass nicht alle Mitarbeiter in ihrem Sinne kommunizieren. Social-Media-Guidelines, um „dysfunktionales Kommunikationsverhalten“ zu verhindern, haben bislang die wenigsten definiert. Auch die Angst vor dem Kontrollverlust hindert viele der befragten Unternehmen daran, Social Media zu nutzen.
Mutiger Blogger berichtet aus Ägypten
Auch uns lassen die aktuellen Entwicklungen in Ägypten nicht kalt. Daher sei an dieser Stelle der Blogger Richard Gutjahr erwähnt, der am Montag auf eigene Faust und Kosten dorthin gereist ist, um hautnah von den Protesten zu berichten. Nur mit einem Laptop und seinem Handy ausgestattet, – seine Kamera hatte ihm ein Soldat kurz nach der Ankunft abgenommen – hält er seine Blog-Leser und Twitter-Follower auf dem Laufenden. Inzwischen liefert er sogar der Tagesschau Bilder und Informationen. Denn deren Korrespondenten haben sich mittlerweile in der Deutschen Botschaft in Sicherheit gebracht, viele Kameras sind bei der Plünderung der Büros zerstört worden.
Der Blog netzwertig.com sieht dieses Beispiel gar als Gegenentwurf zu den Thesen des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, der Grundschülern beibringen will, dass nur Printmedien glaubwürdig sind (siehe oben). Auch ich denke, dass spätestens jetzt, da sich sogar die Tagesschau – ein absolut seriöses und glaubwürdiges Medium – den Meldungen eines Bloggers bedient, diese Thesen dringend revidiert werden sollten.
Kommentare & Pingbacks