Randnotiz der DMS EXPO / it & business: Codes für die Katz’

Eine kleine Randnotiz zur DMS EXPO 2011 und it & business 2011 in Stuttgart. Während unseres Besuches auf den beiden Fachmessen sind wir auf ein Phänomen aufmerksam geworden: Zahlreiche Aussteller beeindrucken durch professionelle Messeauftritte mit großflächigen und aufwändigen Messeständen, an denen sich Mitarbeiter aus Vertrieb und Marketing tummeln und um die Standbesucher bemühen. Visitenkarten, Datenblätter und Imagebroschüren werden großzügig verteilt und viele davon tragen mittlerweile einen QR-Code auf sich. Das Medium QR-Code ist also angekommen im Bewusstsein der Marketingabteilungen.

Scannt man die Codes jedoch, erwartet einen keine angenehme Überraschung: Unsere „Testexemplare“ verwiesen ausnahmslos auf die Homepage des jeweiligen Unternehmens. Nachdem man sich die Mühe gemacht hat, sein Smartphone zu zücken und den Code einzuscannen, bleibt man ein wenig enttäuscht zurück. Schließlich ist der Link zur Website ohnehin auf dem jeweiligen Papier aufgedruckt. Wo bitte ist also der Mehrwert des QR-Codes? Man kann sich zwar die Website ohne manuelle URL-Eingabe auf dem Telefon anschauen, jedoch gibt es keinen weitere Belohnung dafür, den Code eingescannt zu haben.

 

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Die Aussteller sollten sich im Vorfeld einer Messe Gedanken machen, wie sie den Code effektiv in ihr Marketing-Konzept integrieren können. Eine kleine Microsite mit exklusiven, auf die Messe abgestimmten Inhalten würde den Scan wesentlich wertiger wirken lassen. Denkbar wäre auch ein Online-Coupon, für den der Besucher am Messestand ein Give-away erhält: Damit ließe sich einerseits der Erfolg der QR-Codes konkret messen und zudem verankert sich das Unternehmen stärker im Bewusstsein. So bleibt lediglich ein fahler Beigeschmack zurück und der Effekt des QR-Codes verpufft ohne jede positive Wirkung.

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  1. Finn Lehmann’s avatar

    … und das trifft nicht nur auf die QR Codes zu, sondern auch auf den Gebrauch nahezu aller “modernen” Medien (z.B. Social Media). Noch ist anscheinend das “Plakat-Denken” nicht aus den Köpfen der Marketing Verantwortlichen herauszubekommen. Dies gilt übrigens auch für die meisten Webseiten der Hersteller und Anbieter … alles Plakate ohne erkennbaren Mehrwert für den Leser.
    Gruss
    Finn

  2. Leonie Walter’s avatar

    @Finn Das beobachten wir auch regemäßig – jeder achtet auf sich, aber nicht auf die anderen. Dabei ist es gerade das Wesen von Social Networks sich auszutauschen. Und nur dann bringt es Erfolge!

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